Schimmel in Wohnräumen kommt häufig vor und ist ungesund. Besonders für Allergiker oder Personen mit Vorerkrankungen kann ein Schimmelbefall schwere Auswirkungen haben.

Es gibt unzählige Arten von Schimmelpilzen. Sobald Schimmel entdeckt wird, muss er rasch entfernt werden, um in seinem Wachstum gehindert zu werden. Das reicht aber meist nicht aus und es kommt zu einem erneuten Befall. Es müssen darum immer auch die Ursachen für das Feuchtigkeitsproblem geklärt und beseitigt werden. Denn Feuchtigkeit und Schimmel können Gebäude und Inneneinrichtung beschädigen. In kurzer Zeit entstehen erhebliche Schäden, die hohe Sanierungskosten mit sich bringen oder sogar den Wert der Liegenschaft mindern.

Ursachen für Schimmel in Innenräumen

Nutzungsbedingte Ursachen

  • unzureichendes oder unsachgemässes Lüften
  • erhöhte Feuchteproduktion
  • falsche Beheizung und Wärmeübergangswiderstände

Bautechnische Ursachen

  • Wärmebrücken
  • ungenügende Wärmedämmungen
  • Feuchtigkeit in der Baukonstruktion
  • geringe Wärmespeicherung der Gebäudehülle
  • schlechte Feuchtepufferung der Oberflächen
  • Baumängel und Schäden am Gebäude
  • Sanierungsfehler - Veränderung der Bauphysik z.B. Einbau von dichten Fenstern in einem Altbau ohne Aufbringung einer Wärmedämmung

Kann ich Schimmel zuhause selbst entfernen?

Um das beantworten zu können ist es wichtig, die Art des Schimmelbefalls einschätzen zu können. Das Ausmass des Schimmelbefalls wird in 3 Kategorien unterteilt:

Kategorie 0

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Spuren von oberflächlichem Schimmel bis 0.01 m2 (10 x 10 cm)

Gesundheitlich und bauphysikalisch unproblematisch

 

Kategorie 1

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Spuren von oberflächlichem Schimmel bis 0.5 m2

Gesundheitlich inakzeptabel, bauphysikalisch wenig problematisch

 

Kategorie 2

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Schimmel über 0.5 m2 oder Stockflecken an einer Stelle über 100 cm2. Bewuchs in tieferen Schichten oder an mehreren Stellen/Räume

Gesundheitlich inakzeptabel, bauphysikalisch problematisch

 Quelle: Bundesamt für Gesundheit BAG

Schimmel von einer kleinen Fläche von 10x10 cm (Kategorie 0-1) kann grundsätzlich ohne gesundheitliche Bedenken selbständig entfernt werden. Mittels Wasser und handelsüblichem Haushaltsreiniger lässt sich Schimmel entfernen. Um auf Nummer sicher zu gehen, empfehlen wir die Stelle zusätzlich mit 70-80% Ethylalkohol desinfizieren.

Eine fachliche Abklärung über die Ursache des Schimmelbefalls ist in der Regel trotzdem empfehlenswert.

Wann muss ich einen Fachmann aufbieten?

Ist der oberflächliche Schimmelbefall oder Stockflecken an einer Stelle grösser als 10x10 cm und auch nach mehrmaligem Desinfizieren immer wieder gewachsen, muss die Ursache gefunden werden und Verbesserungsmassnahmen ergriffen werden, damit sich der Schimmelpilz nicht weiter ausbreiten kann. Ein Schimmelexperte prüft alle möglichen Faktoren und Anhaltspunkte, die zu einem Schimmelbefall führen und kann Massnahmen empfehlen, die eine erneute Ausbreitung langfristig verhindert.

Ein Schimmelbefall der Kategorie 2 sollte nur von einer zertifizierten Schadstoffsanierungsfirma, wie Achermann, saniert werden.

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Sofortmassnahmen – Tipps zur Vorbeugung

Richtiges Lüften

Alle Räume 2-4 x täglich 5-10 Min. mit Durchzug und offenen Flügeln lüften
Für eine gesunde und frische Raumluft im Innenraum muss von aussen her genügend Frischluft zugeführt werden. Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit dürfen nicht zu hoch sein: Empfehlenswert für die Heizperiode ist eine Raumtemperatur von 20 bis 21 °C in Wohnräumen und von 18 °C in Schlafzimmern bei 30 bis 50 % relativer Luftfeuchtigkeit. Jede Wohnung muss individuell betrachtet werden, hierfür ist neben des Gebäudealters auch die Wohnverhältnisse massgebend (Anzahl Bewohner, Nutzungsverhalten usw.). Beim Querlüften werden Schadstoffe aus den Wohnräumen entfernt, die der Bewohner beim Atmen und Schwitzen abgibt oder auch chemische Substanzen. Dadurch kann das Risiko für Milbenwachstum, Feuchtigkeitsprobleme und Schimmelbefall vermindert werden.

Kippfenster vermeiden

Dauerndes Kippen der Fenster bewirkt ein Auskühlen der Räume; an angrenzenden Oberflächen bildet sich so Kondensat. Durch jedes dauernd gekippte Fenster entweicht Energie aus 200 Litern Heizöl! Mit mehrmaligem kurzen Querlüften täglich, vermeiden Sie zu hohe Raumluftfeuchtigkeit, ohne die Räume auszukühlen und ohne grosse Energieverluste.

Mechanische und kontrollierte Lüftung

Badezimmer und Duschräume gehören zu den feuchtesten Räumen im Haus. Hier entsteht auch besonders häufig Schimmel. Vor allem in Räumen ohne Fenster regelmässig den Abluftventilator kontrollieren und reinigen hilft, dass die nötige Belüftung vorhanden ist und so feuchte Oberflächen schnell abtrocknen können.
In der Küche entsteht typischerweise auch viel Feuchtigkeit, wenn mit mehreren Töpfen, mit offenen Deckeln und mit Wasser gekocht wird. Da Dunstabzugshauben oft die Luft nur umverteilen, ist auch in diesen Fällen im Winter richtiges Lüften ratsam. Beim Kochen immer den Dampfabzug einschalten sowie regelmässig den Filter reinigen.
Bei einer kontrollierten Lüftungsanlage (Minergie-Gebäude) gilt auch hier, regelmässig den Filter wechseln und Geräte mit Lüftungsleitungen in regelmässigen Abständen reinigen zu lassen.

Einrichtung

Feuchtigkeit setzt sich an der Oberfläche ab. Für eine gute Luftzirkulation hilft es, keine Möbel oder andere Gegenstände direkt an die Aussenwände oder in Aussenecken zu stellen. Wenn die Möblierung nicht anders möglich ist, dann gilt als Faustregel immer einen Abstand von 10 cm zur Wand einzuhalten.

Unsere Leistungen im Bereich Schimmel

 

Ihre Vorteile mit Achermann

  • SUVA anerkannt
  • Zertifizierte Schadstoffsanierungsfirma
  • Grosses Netzwerk an Spezialisten
  • Mitglied SPR Schweiz - Verband für Schimmelpilz- und Raumgiftsanierung
  • Schweizweit tätig